mYinsanity 2018

Als Koch arbeitet man mit allen möglichen Geschmacksrichtungen, auch wenn unsere Zunge eigentlich nur 5 verschiedene unterscheiden kann. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen lassen sich erstaunlicherweise aber auch sehr gut auf das vergangene mYinsanity Esports Jahr anwenden.

Bittere Niederlagen, saure Erlebnisse, süsse Erfolge, kräftige Abenteuer und ab und an ein wenig Salz runden die vergangenen Monate zu einem spannenden und ergiebigen Menü ab.

Bitter:

Bitter heisst nicht gleich schlecht, bitter kann durchaus seine Vorzüge haben, sei es in Salaten, Dressings oder Früchten – man sollte aber immer daran denken, dass man wenn Bitter bestellt auch Bitter bekommt …
Nicht alles gelingt immer so wie man es sich vorstellt. Nach einem eher schwachen Start in das Jahr konnten wir sehr schnell aufdrehen und viele Erfolge verbuchen. In einem so erfolgsverwöhnten Team kommen Niederlagen meistens relativ plötzlich und unerwartet. Das frühe Ausscheiden unseres CS:GO Lineups an der PlanetOne in Wien und eine eher durchwachsene Herbst Season in der SESL sind zwei Beispiele dafür, dass auch wir manchmal wieder von ganz unten anfangen müssen, um uns bis zur Spitze zu kämpfen.

Bitter sind nicht nur Niederlagen, bitter ist es auch, wenn man sich von Athleten trennen muss, welche schon eine gefühlte Ewigkeit unter unserem Banner spielen. Im Dezember sagten wir „Good Bye“ zu einem Grossteil unseres CS:GO Lineups und auch unser langjähriges Overwatch Team trennte sich im August. Doch durch Trennungen entstehen auch neue Teams und es ergibt durchaus auch die Gelegenheit, Athleten wie unser CS:GO Athlet Lip wieder bei uns willkommen zu heissen, welche schon in der Vergangenheit für uns angetreten sind!

Salzig:

Was wäre der Schweizer Esports nicht ohne ein wenig Salz? Salz bringt doch schliesslich die Würze!
Das Jahr 2018 war einerseits geprägt von vielen genialen neuen Projekten und Anlässen, andererseits aber natürlich auch wieder von einigen doch ziemlich salzigen oder sogar versalzenen Diskussionen und Disputen. Was daraus entstehen kann? Beispielsweise für einige mehr – und für andere weniger unterhaltsame Youtube Videos.
Ein wenig Würze ist immer gut und gibt einem Gericht seinen Geschmack – die Menge macht es jedoch aus, etwas an dem wir uns alle tagtäglich die Zähne ausbeissen … vielleicht ein guter Vorsatz für das Jahr 2019?

Süss:

Leckere Torten, Pralinen oder erfrischende Sorbets – mit Süssigkeiten konnte man noch jeden auf seine Seite bringen.
Süss sind für uns vor allem die gefeierten Erfolge! Podestplätze, Medaillen und Trophäen ziehen sich durch das ganze mYinsanity Jahr. Alle aufzuzählen würde hier sogar den Rahmen sprengen und das ist doch schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Dennoch möchte ich einige besonders hervorheben die auch mir persönlich sehr am Herzen liegen und auf keinem zuckersüssen Dessertbuffet fehlen dürfen:

  • KiraKira spielt das zweite mal für das Schweizer Nationalteam an den IeSF Masters und holt mit dem Erreichen der Top8 wieder ein Spitzenresultat für die Schweizer Delegation.
  • Die Zeit von Smash4 geht zu Ende und unser Smash Athlete Destany platziert sich verdient ganz zuoberst auf dem finalen Schweizerranking.
  • Drei mal Gold und einmal Silber! Was für eine SESL Season all unsere Teams im Frühling gespielt haben, ist noch jetzt unglaublich.
  • Die totale Dominanz in der Schweizer Szene unseres DotA2 Teams. Sämtliche SESL Seasons gewonnen und das Jahr mit einem Aufstieg in die JDL Premierleague beendet!

Süss sind aber nicht nur Erfolge, süss ist auch wen die Zusammenarbeit innerhalb des Teams so gut funktioniert wie bei uns. Im Jahr 2018 durften wir neue, unglaublich motivierte Personen in unserem Management und in unserem Staff begrüssen, die alle einen super Job machen und hart daran arbeiten mYinsanity und die ganze Szene vorwärts zu bewegen.

Sauer:

Ich seh schon, der ganze Rückblick zieht sich schon wieder in die Länge – darum belasse ich’s beim Sauren, genau wie in der Küche auch, nur beim Wesentlichen.
Verlorene Zeit, Projekte die nicht so funktionieren wie man es sich vorstellt oder Enttäuschungen, all dies stösst einem sauer auf. Vielfach muss man sich nach solchen Enttäuschungen sammeln und noch einmal von ganz vorne anfangen. 2018 hatte reichlich solcher Momente, jedoch lernt man genau aus diesen am meisten und im kommenden Jahr wird man alles daran setzen, dies besser zu machen!

Umami:

Umami ist noch gar nicht so lange eine Geschmacksrichtung und darum auch gar nicht so einfach zu beschreiben.
Für mich beschreibt Umami den Geschmack von Währschaftem wie Fleisch, Gemüse oder Kartoffeln. Mit Währschaftem Essen verbinde ich auch die Kameradschaft, besondere Erlebnisse und einen einzigartig angenehmen Abschluss.
Für einen Tag im August tauschten wir den #insanetrain in ein #insaneboat um und liessen uns von Thun nach Bern auf der wunderschönen Aare treiben … wer will da noch behaupten Gamer sitzen nur vor dem Computer? 😉
Die #mYinachten waren für mich ein Highlight und ein gelungener Abschluss des Jahres 2018. Während gut 20 Stunden sammelte mYinsanity 3100CHF.- für die Schweizer Krebsliga. Vielen Dank hier noch einmal an alle die dabei waren, Athleten, Staff und Freunde von mYinsanity – ohne euch wäre dies nicht möglich gewesen!

Hach … 2018 … es zeigt sich mal wieder, dass es von allen Geschmacksrichtungen oder Gefühlen ein wenig braucht, um ein Jahr erfolgreich abzuschliessen, schlussendlich kommt es wie immer und überall auf die Menge an! 🙂
P.S. Am Ende des Jahres ganz zuoberst auf einem Ranking zu erscheinen ist natürlich auch nicht schlecht! Der #insanetrain ist bereit und wartet schon auf alles was 2019 bringen wird!