Gaming verbindet, doch fehlendes Wissen über Accessibility-Features und Hardware-Barrieren lassen viele Spielerinnen und Spieler mit Behinderung aussen vor. Die von uns gegründete Initiative Chance Gaming will das ändern und den Weg für inklusive digitale Lobbys ebnen.
Die Schweizer Gaming-Szene ist stark. Sie lebt vom gemeinsamen Zocken und dem Austausch unter Gleichgesinnten. Aber seien wir mal ehrlich: Für viele Spielerinnen und Spieler mit Behinderung ist der Einstieg enorm schwer. Manche können den Controller nicht richtig halten, andere kennen wichtige Accessibility-Features in aktuellen Titeln nicht.
Darum haben wir bereits vor 2 Jahren im Hintergrund zu kochen begonnen. Gemeinsam mit MYI, der Agentur für Gaming & Nerdkultur, haben wir ein Vorprojekt initiiert, Fördermittel gesucht, konzeptioniert und dem Projekt einen Namen gegeben. Nun sind wir endlich Live!

Mit unserer neuen Plattform chancegaming.ch wollen wir Barrieren abbauen. Wir helfen Betroffenen ganz konkret:
- Die Website bietet eine zentrale Informationsplattform, um herauszufinden, welches adaptive Controller-Setup passt und welche Games gute Accessibility-Optionen haben. Wir schreiben auch, wie man Hilfe bei der Finanzierung von adaptiver Gaming-Hardware bekommt.
- In unserem Showroom kann man das Equipment gratis anspielen. Zudem besuchen wir mit unserem mobilen Gaming-Raum Institutionen direkt vor Ort.
- In der WhatsApp-Community finden Interessierte Teammates oder Hilfe beim Einrichten.
- Für Szene-Events wie das HeroFest bieten wir individuelle buchbare Begleit-Tandems an, um so richtig in die Nerd-Welt einzutauchen.
Inklusion ist eine Co-op-Mission. Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass die Gamer*innen mithelfen. Zum Beispiel als Tandem-Partner am HeroFest.
Lassen wir alle an unserer gemeinsamen Leidenschaft teilhaben: Games sind für alle da!

Über Chance Gaming
Chance Gaming verbindet Videospiele und Menschen mit Beeinträchtigung. Gaming ist mehr als Zeitvertreib – es fördert Inklusion und Selbstbestimmung.
Viele Menschen mit Beeinträchtigung erleben beim Gamen grosse Hürden. Mit technischen Hilfsmitteln können sehr viele Menschen diese Hürden überwinden. Doch oft wissen Betroffene oder Institutionen gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt. Die Tür zu Videospielen bleibt deshalb verschlossen.
Manchmal fehlt es an der passenden Hardware, am Geld oder an der nötigen Unterstützung beim Einrichten der Geräte. Auch Berührungsängste beim Betreuungspersonal spielen eine Rolle. Das wollen wir ändern!